Das architektonische werk
von Le Corbusier im welterbe
Die serie
Mietshaus an
der Porte Molitor
Adresse:
23, rue de la Tourelle
92100 Boulogne-Billancourt
24, rue Nungesser et Coli
75016 Paris, Frankreich

Mietshaus an der Porte Molitor, 1931

Das Mietshaus an der Porte Molitor war weltweit das erste Wohngebäude mit vollständig verglaster Fassade.

Das Mehrfamilienhaus liegt genau an der Gemeindegrenze zwischen Boulogne-Billancourt und dem 16. Arrondissement von Paris. Das Wohngebäude nimmt die Prinzipien der Ville Radieuse vorweg: im Herzen der Metropole gelegen und in unmittelbarer Nähe zu Parkanlagen und zahlreichen Sportstätten (Stadion, Schwimmbad, Tennisplätze), verwirklicht es das moderne Ideal, welches individuelles und gemeinschaftliches Leben verbindet.

Das Grundstück hat eine günstige Ausrichtung sowohl nach Osten als auch nach Westen und befindet sich in einer außergewöhnlichen Umgebung. Seine Lage ohne direktes Gegenüber ermöglichte es, die Fassaden vollständig zu verglasen. Auf jeder Ebene sind zwei Wohnungen angeordnet, die sich jeweils zu einer Seite hin orientieren. Für die Gestaltung der Ostfassade zur rue Nungesser et Coli spielte der Glasbaustein „Nevada“ eine besondere Rolle. Damit kann das Tageslicht großflächig eindringen und lässt so lichtdurchflutete Wohnungen entstehen. Die Skelettkonstruktion aus Stahlbeton bot die Möglichkeit, Trennwände vom Erdgeschoss bis zum 6. Stockwerk nichttragend auszuführen und erlaubte eine absolut freie Gestaltung der Grundrisse und der Fassaden mit ihrem erkerhaft vorkragenden Vorbau.

Le Corbusier erwarb zur Eigennutzung das 7. und 8. Stockwerk, wo er auf den gesamten 120 qm des Flachdachs eine Maisonette-Wohnung mit Atelier errichtete. Dort wohnte und arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahr 1965. Die Wohnräume sind Richtung Boulogne-Billancourt orientiert. Neben Wohn- und Esszimmer sowie Küche richtete er einen Schlafbereich ein, bei dessen Gestaltung mit Bad und Toilette er sich von Kabinen eines Ozeandampfers inspirieren ließ. Das Atelier, in dem Le Corbusier vormittags vor der unverputzten Brandwand aus Naturstein zum Nachbargebäude malte, erstreckt sich über den östlichen Teil der Wohnung. Beide Wohnungstrakte sind mit Tonnengewölben entlang den Straßenfronten ausgestattet, die Grundrisse wurden nach den Prinzipien der freien Grundrissgestaltung entworfen und zusätzlich mit flexiblen Elementen ausgestattet.

L’appartement de Le Corbusier

Le Corbusier pose, sur les 120 m² du toit-terrasse, son propre appartement traversant et en duplex. L’architecte adopte une couverture voûtée en berceau qui s’inscrit tangentiellement dans la courbe du gabarit. L’atelier, où Le Corbusier peint le matin face au mur mitoyen en moellons apparents, occupe la moitié est de l’appartement. À l’ouest, face à Boulogne, il installe sans effet particulier un séjour, une cuisine et une chambre équipée de toilettes et d’une salle de bains inspirés des aménagements de paquebots.

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Grundriss Wohngeschoss mit Maßangaben und Beschriftung
Plan FLC 13368

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Grundriss des 7. Geschosses mit Wohn- und Arbeitsräumen von Le Corbusier, Erläuterungen und Berechnungen
Plan FLC 13496

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Grundriss des 8. Geschosses mit Schlafzimmer, Dachgarten und Treppe mit Erläuterungen
Plan FLC 13463

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Studie zur Fassadenansicht mit kleinen Skizzen
Plan FLC 13382

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Grundriss Wohn- und Arbeitsräume von Le Corbusier
Plan FLC 13524

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Längs- und Querschnitt durch das 7. Geschoss mit Heizung, Schrank, Holzeinbauten mit Beschriftung und Maßangaben
Plan FLC 13526

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Perspektive des Innenraums mit Hängeboden und Gewölbe
Plan FLC 13549

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Perspektivische Studie zum Dachaufbau
Plan FLC 13554

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Grundriss und Innenansichten des Schlafbereichs von Le Corbusier mit Maßangaben und Beschriftung
Plan FLC 13562

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Werbeprospekt der Société Immobilière de Paris – Parc des Princes
FLC H2(2)488

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Fassade zur Rue Nungesser et Coli
Foto: Albin Salaün
FLC L2(10)4

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Details der Fassade zur Rue Nungesser et Coli
Foto: Albin Salaün
FLC L2(10)5

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Maleratelier von Le Corbusier in der 7. Etage
Foto: Peter Willi
FLC L2(10)78

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Wohnung von Le Corbusier in der 7. Etage
Foto: Albin Salaün
FLC L2(10)85

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Schlafraum in der Wohnung von Le Corbusier
Foto: Albin Salaün
FLC L2(10)118

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Küche in der Wohnung von Le Corbusier
Foto: Antoine Mercusot

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Fassade zur Rue de la Tourelle
Foto : Olivier Martin-Gambier

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Dachterrasse der Wohnung von Le Corbusier mit Blick auf Boulogne-Billancourt
Foto: Antoine Mercusot

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Ehemaliges Maleratelier von Le Corbusier in der 7. Etage
Foto: Antoine Mercusot

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Arbeitsraum von Le Corbusier
Foto: Antoine Mercusot

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Foto: Antoine Mercusot

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Dachaufbau in der Wohnung von Le Corbusier mit Ausgang zur Dachterrasse im 8. Geschoss
Foto: Antoine Mercusot

Mietshaus an
der Porte Molitor
Mietshaus an der Porte Molitor

Dachterrasse im 8. Geschoss
Foto: Antoine Mercusot

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